Schlaganfall: und auf einmal ist man hilflos. Schnelles Handeln kann Leben retten!

10.05.2019
Schlaganfall: und auf einmal ist man hilflos. Schnelles Handeln kann Leben retten!

Wissen Sie was ein FAST-Test ist? „Fast“ ist das englische Wort für schnell und genau das ist es, worauf es bei Verdacht auf einen Schlaganfall ankommt. Schnell handeln, denn bei dieser plötzlichen und tückischen Erkrankung zählt jede Sekunde. Oft sind Betroffene auf beherzte und versierte Helfer angewiesen, weil sie sich selbst nicht mehr helfen können. Wie Sie mit dem FAST-Test binnen kürzester Zeit die typischen Symptome eines Schlaganfalls erkennen können …

Der FAST-Test
Die Buchstaben F A S T stehen als Abkürzung für:

F = Face (Gesicht) Schauen Sie sich die Person an. Hängt ein Mundwinkel herab, könnte das auf eine Halbseitenlähmung hindeuten. Bitten Sie die Person zu lächeln. Bei Betroffenen ist das Lächeln in der Regel unsymmetrisch (das Gesicht sieht einseitig „verzogen“ aus).

A = Arms (Arme) Bitten Sie die Person beide Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Sollte nur ein Arm die Bewegung, wie von Ihnen angewiesen ausführen, während der andere schlaff hängen bleibt, könnte das ein weiterer Hinweis auf einen Schlaganfall sein.

S = Speech (Sprache) Bitten Sie die Person einen einfachen Satz nachzusprechen. Nicht lange überlegen, beschreiben Sie z. B. etwas, dass Sie sehen: „Da hängt ein buntes Bild an der Wand!“. Kann die Person den Satz nicht fehlerfrei wiederholen (Silbendreher) oder spricht verwaschen, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken läuten.

T = Time (Zeit) Jetzt kommt es auf Sie an. Rufen Sie sofort den Notarzt an: 112 und äußern Sie Ihren Verdacht auf einen Schlaganfall. Lassen Sie den Betroffenen nach Möglichkeit nicht allein, bis der Notarzt eintrifft. Im Idealfall können Sie dem Rettungsteam Auskunft über die Symptome geben und den Zeitpunkt eingrenzen, wann diese anfänglich aufgetreten sind.

Was passiert bei einem Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall, fachsprachlich Apoplex, unterscheiden wir vorrangig zwischen zwei Formen*:

  • Hirninfarkt (ischämischer Schlaganfall)
    Ischämie bedeutet „blutleer“ oder „mangelhaft durchblutet“ – daher wird diese Form auch als „weißer Schlaganfall“ bezeichnet. Hierbei bildet sich z. B. in einer der großen hirnversorgenden Arterien (wie der Halsschlagader) ein sogenannter Thrombus (Blutpfropf). Löst sich der Thrombus und wird über den Blutstrom in die kleineren Hirngefäße transportiert, kann es dort zu einem Gefäßverschluss kommen (Thromboembolie). Ferner gilt eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) als Risikofaktor für einen Hirninfarkt. Durch die Ablagerungen können entweder die Gefäße direkt im Gehirn verengt/bzw. verschlossen sein, sowie die umliegenden, hirnversorgenden Arterien. Da unsere Arterien sauerstoff- und nährstoffreiches Blut führen, hat eine plötzliche Minderversorgung oder gänzliche Versorgungsunterbrechung schlimmstenfalls das Absterben von Nerven- und anderen Hirnzellen zur Folge. Je nach betroffener Hirnregion entstehen dadurch Störungen oder Ausfälle verschiedener Körperfunktionen und häufig bleibende Einschränkungen.
     
  • Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall)
    Hämorrhagie bedeutet "Blutung" oder „Blutfluss“ – daher wird diese Form auch als „roter Schlaganfall“ bezeichnet. Vorausgehend sind meistens Kopfverletzungen, ein Aneurysma (Gefäßaussackung), vorgeschädigte Gefäße durch Arteriosklerose o. ä. Wenn ein Gefäß im Gehirn platzt oder reißt und Blut, meist unter hohem Druck, in das angrenzende Gewebe austritt, kann es auch hier zur Mangelversorgung bestimmter Hirnareale kommen. Der Transportweg ist unterbrochen, Sauerstoff und Nährstoffe kommen nicht mehr da an, wo sie gebraucht werden.

Mögliche Risikofaktoren für einen Schlaganfall:

  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Stress
  • erhöhter Cholesterinspiegel (LDL-Cholesterin)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Fettstoffwechselstörung
  • Übergewicht / ungesunde, unausgewogene Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Tabak- und Alkoholkonsum
  • erblich bedingte Faktoren

Exponentiell steigt das Risiko für einen Schlaganfall im Alter. Da sich Krankheiten allerdings weder an Regeln noch an „die richtige Ordnung“ halten, gibt es für den plötzlichen Schlag keine Altersbegrenzung. Niemand ist davor sicher. Die gute Nachricht ist: Wir können unser Schlaganfallrisiko erheblich senken, wenn wir unseren Lebensstil gesund ausrichten. Bei vielen der o. g. Faktoren haben wir für eine positive Wende selbst das Steuer in der Hand.
 

Als Spezialisten für Physio- und Bewegungstherapie sind wir bei Elithera Ihr Ansprechpartner für Prävention (Vorsorge) und Rehabilitation (Nachsorge). Interessieren Sie sich für ein gesundes Bewegungsprogramm, um Stress und/oder Übergewicht zu reduzieren? Oder möchten Sie aktiv daran arbeiten die Herausforderungen Ihres Alltags nach einem Schlaganfall wieder eigenständig zu meistern? Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.


Bleiben Sie besser in Bewegung
Ihr Team Elithera

Übrigens:
Dieses Jahr steht der Tag gegen den Schlaganfall, am 10. Mai, unter dem Motto "Ich sehe was, was Du nicht siehst ..."** Im Fokus: die unsichtbaren Folgen und Nachwirkungen eines Schlaganfalls, die nicht zu unterschätzen sind. Bundesweite Veranstaltungen rund um das Thema Schlaganfall finden Sie unter anderem hier: https://bit.ly/2ZAKFtG

* Quelle: www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/was-ist-ein-schlaganfall/
Stand 05/2019

** Quelle: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/10-mai-2019/
Stand 05/2019

Ihr Ansprechpartner
Physiotraining Ruwertal GmbH
Thomas Borresch
Bahnhofstraße 19
54320 Waldrach

Tel: +49 (6500) 917879
Fax: +49 (6500) 9172357
Kontakt
Osteoporose und die Wechseljahre: Warum Mann sich ebenfalls warm anziehen kann.

Erschöpft, launisch, lustlos und dann noch diese Hitzewallungen! Es reicht nicht, dass wir altern und den sukzessiven Verlust unserer Jugend irgendwie verarbeiten müssen, nein. Es kommt noch dicker. So zwischen dem 45sten und 60sten Lebensjahr erwischt uns der rechte Haken von Mutter Natur, die genau dann die Büchse der Pandora öffnet, wenn wir offiziell in den Herbstabschnitt unseres Lebens eintreten. Den einen betrifft es mehr, der andere kommt mit Schadenfreude davon. Fakt ist: Die Wechseljahre sind kein reines Frauenproblem. Männer haben unter ähnlichen Symptomen zu leiden. Gibt es tatsächlich ein männliches Pendant zu den weiblichen Wechseljahren? Und was hat diese Phase der Veränderung mit Osteoporose zu tun?

> mehr lesen

Der Jungbrunneneffekt: regelmäßige Bewegung senkt Ihr biologisches Alter.

Unser Alterungsprozess hat ein Schräubchen, das sich manipulieren lässt: es heißt Bewegung. MHH-Forscher haben bewiesen: bis zu 15 Jahre können wir uns biologisch verjüngen, wenn wir’s denn konsequent, aktiv angehen. Wir alle wissen um die Zauberkraft gesunder, regelmäßiger Bewegung. Nun gibt es die einen, die dieses Wissen in die Tat umsetzen, solche, die es mal mehr mal weniger ernst nehmen und dann noch diejenigen von uns, die meinen, fortwährend gute Vorsätze vor sich herzuschieben sei ja auch anstrengend. In einer Campus-Studie der Medizinischen Hochschule Hannover haben sich unlängst 67 Mitarbeiter bereit erklärt, täglich eine halbe Stunde, über den Zeitraum eines halben Jahres, zu trainieren – mit erstaunlichen Ergebnissen …

> mehr lesen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Zudem akzeptieren Sie unsere aktuellen Datenschutzbestimmungen.

Bestätigen
NEIN
JA
Achtung!
OK