Jetzt wird‘s bunt! Kinesio-Tapes: Gut geklebt ist halb geheilt

20.08.2018
Jetzt wird‘s bunt! Kinesio-Tapes: Gut geklebt ist halb geheilt

Kinesio-Tapes sollen strapazierte Muskeln entlasten, Entzündungen hemmen, Verspannungen lösen, den Lymphfluss fördern und Heilungsprozesse nach Verletzungen begünstigen. Was ist das Geheimnis der bunten Bänder?

Zuerst einmal: Wer hat‘s erfunden?
Der japanische Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase war’s, und zwar bereits in den 80ern. Gesehen hat sie wohl jeder schon mal, die Kinesio-Tapes, … vorzugsweise die Sportler und Sportgucker unter uns. Spätestens seit Fußballer Mario Ballotelli, bei der Europameisterschaft 2012, oder Ex-Kicker-Profi David Beckham, einfach mal so, ihre „beklebten Rücken“ vor aller Welt auf dem Spielfeld in Pose brachten, sind Kinesio-Tapes nonstop in Mode.

Wie wirkt ein Kinesio-Tape?
Die elastischen Bänder werden von speziell dafür ausgebildeten Therapeuten direkt auf die vorgedehnte oder entspannte Haut geklebt. Richtig positioniert können die Tapes stabilisieren oder durch ihre Zugwirkung den darunter liegenden Bereich entspannen bzw. stimulieren, was die Selbstheilungskräfte anregen soll. Stellen Sie sich das ähnlich wie bei einer dauerhaften Massage vor. Die chinesische Farblehre besagt: rote Klebebänder wirken aktivierend, blaue dagegen beruhigend, schwarz neutral … Welche Farbe am besten zu Ihnen passt und ob Ihrer Lieblingsfarbe auch eine positive Eigenschaft zugesprochen wird, erfahren Sie von Ihrem Therapeuten.

Wichtig: Die Klebebänder enthalten keine Wirkstoffe, die in die Haut eingebracht werden. Salben oder Cremes werden nicht vorab auf die zu beklebende Stelle aufgetragen.

Was ist vor dem Kleben zu beachten?
Die Grundvoraussetzung für ein gut und lange sitzendes Kinesio-Tape ist eine saubere, trockene und fettfreie Oberfläche. Dann hält es bis zu 10 Tage lang. Sie können damit duschen, baden gehen und Ihren Alltag wie gewohnt gestalten. In der Regel sind Kinesio-Tapes gut verträglich. Wer empfindliche Haut hat, kann „Probekleben“, für Pflasterallergiker gibt es spezielle Tapes. Ihr Hautbild sollte stabil sein, d. h. keine offenen Wunden oder Irritationen. Bitte besprechen Sie Problematiken mit Ihrem Therapeuten.

Wichtig: Kinesio-Tapes dürfen weder Ihre Bewegung stark einschränken noch Stauungen oder vermehrte Schmerzen zur Folge haben. Falls doch, bitte die Tapes entfernen.

Mögliche Indikationen für Kinesio-Tapes*:

  • Muskelverletzungen und -beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Sehnen- und Gelenkbeschwerden
  • Fehlhaltungen
  • Haltungsschwächen
  • Faszienbeschwerden
  • Sehnen- und Gelenkbeschwerden
  • Lymphödeme
  • Neuropathien
  • Golfer- und Tennisarm
  • Instabile Schulter
  • Knöchel- und Sprunggelenksproblematiken

*Die Annahme der Wirkung von Kinesio-Tapes beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als wissenschaftlich erwiesen, daher ist auch die Wirkweise bisher rein hypothetisch.

Kinesio-Tape – ein Pflaster für alle Fälle?

Bei jedem und allem helfen die bunten Bänder nicht. Manch einer schwört darauf, für den anderen sind sie Humbug – aber ist das nicht bei allen alternativmedizinischen Behandlungen so? Was garantiert hilft, ist ausprobieren. „Wer heilt, hat recht!“, wusste schon Hippokrates. Bilden Sie sich selbst ein Urteil. Vielleicht ist Kinesio-Taping die Lösung für Ihr Problem! Finden Sie es heraus …

Preise und Termine auf Anfrage.

Bleiben Sie besser in Bewegung!
Herzliche Grüße
Ihr Team Elithera


Bild: © Africa Studio / fotolia

Ihr Ansprechpartner
Physiotraining Ruwertal GmbH
Thomas Borresch
Bahnhofstraße 19
54320 Waldrach

Tel: +49 (6500) 917879
Fax: +49 (6500) 9172357
Kontakt
Atemnot: Wenn uns die Luft wegbleibt - Welche Rolle spielt Physiotherapie bei Atemwegserkrankungen?

Überrascht sein, staunen, sich erschrecken, aus der Puste sein, ein attraktiver Mann vis-à-vis, eine schöne Frau flirtet, … wohl jeder von uns kennt Situationen, in denen uns schon mal die Luft weggeblieben ist. Meist assoziieren wir damit ein intensives Gefühl. Im Sprachgebrauch bleibt uns die Luft vor lauter Lachen weg, sie wird vor Spannung angehalten, betont unsere Entrüstung oder wir saugen die Luft mit weit aufgerissenen Augen als Zeichen unserer Anerkennung ein. Wie auch immer. Eins haben alle diese Situationen gemeinsam. Wir können den Moment des Atemstillstands selbst aufheben. Genauso schnell, wie uns diese emotionalen Aussetzer stocken lassen, verfliegen sie auch wieder – bei gesunden Menschen in der Regel von allein. Was aber, wenn nicht? Wenn unsere Atemwege krank sind? Wenn das Ringen nach Luft lebensbedrohlich wird? Was passiert, wenn sich unsere „Kehle zuschnürt“ und wir ohne Hilfsmittel ersticken würden? …

> mehr lesen

„Es zieht im Kreuz“ – nicht immer sind die Bandscheiben schuld. Rückenschmerz kann auch Kopfsache sein

„Ich hab’s im Kreuz – mir fehlt die Liebe“, heißt ein Roman von Trude Egger. Ob so die Diagnose eines Arztes lauten würde, ist fraglich. Aber ist dieser Buchtitel wirklich weit hergeholt? Ist ein direkter Zusammenhang zwischen körperlichem Schmerz und unserem seelischen Befinden ausgeschlossen? Hat Schmerz nicht auch immer eine emotionale Seite? Fakt ist: Seelische/psychische Probleme treten immer mehr aus dem Schatten, wenn es um Schmerzdiagnostik geht. Es muss nicht immer zwangsläufig etwas am oder im Körper „kaputt“ sein, wenn Beschwerden auftreten. Warum vor allem chronischer Rückenschmerz auch Kopfsache sein kann …

> mehr lesen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Zudem akzeptieren Sie unsere aktuellen Datenschutzbestimmungen.

Bestätigen
NEIN
JA
Achtung!
OK