Gesundheitsfalle Sofa: Warum uns langes Sitzen krank macht

17.09.2018
Gesundheitsfalle Sofa: Warum uns langes Sitzen krank macht

Ob es ein anstrengender Tag im Job war, Stress, oder einfach die sich langsam aber sicher anschleichende Herbstmüdigkeit – immer lockt das Sofa als Belohnung für unsere Strapazen. Doch welche Nebenwirkungen verbergen sich in den Entspannung versprechenden Ruhepolstern?

Erst mal hinsetzen, erst mal verschnaufen. Wir alle verbinden das Sitzen mit einer angenehmen Ruhestellung. Wer will schon immer auf den Beinen sein? Ein Gedanke, der für uns eine Belastung bedeutet und uns gleich ein schweres Gefühl in den Waden vermittelt. Warum eigentlich? Es müsste doch genau anders herum sein. Stillsitzen oder nachsitzen wollte schon in der Schule keiner und Sitzenbleiben erst recht nicht. Rennen, springen, toben … Was uns als Kind selbstverständlich erschien, hat sich jetzt – aus unserer Erwachsenensicht – ins Gegenteil verkehrt.

„Das Leben ist anstrengend genug!“, hören wir oft.  Und ja, Pausen zu machen ist auf jeden Fall wichtig – aber muss es immer Sitzen sein? Pause bedeutet, das, was man gerade tut, für einen gewissen Zeitraum zu unterbrechen, um etwas anderes zu tun. Warum nicht etwas Aktives? Und damit ist nicht gemeint, von seinem Bürostuhl aufzustehen, den kurzen Weg in die Kantine zu gehen, um sich dort an den Mittagstisch zu setzen ;-). Wenn wir mal grob überschlagen, wie oft wir am Tag „Platz nehmen“, lohnt es sich unbedingt über Alternativen nachzudenken. Vor allem, wenn das vermeidlich Gute unsere Gesundheit gefährdet.

Längst sind sich Bewegungsmediziner einig und können das auch durch Studien belegen: Sitzen ist eine der schlechtesten Haltungen für den menschlichen Körper überhaupt. Wobei sitzen nicht gleich sitzen ist. Die wenigsten von uns achten auf eine ergonomische Sitzposition und machen es sich schlichtweg bequem – teils mit verheerenden Folgen:

  • Eine dauerhaft, nicht aufrechte Sitzposition, kann Ihre Bauchmuskulatur erschlaffen lassen.
    Rundrückenbildung und dadurch die ungleichmäßige Belastung Ihrer Bandscheiben sind mögliche Folgen. Oft kommt es zu Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen.
  • In Sitzposition werden Ihre inneren Organe „eingequetscht“, was noch durch zu enge Kleidung verstärkt werden kann. Das kann man sich gut vorstellen, gerade wenn man einen Gürtel trägt und sich im Sitz wie zweigeteilt fühlt.
  • Durch verkrampftes Sitzen oder eine falsche Körperhaltung ist Ihre Atmung zu kurz und zu flach, was eine ausreichende Sauerstoffaufnahme verhindert. Mögliche Folgen sind unter anderem Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Kreislaufstörungen.
  • Schwere Beine und Stauungen, geschwollene Füße … kennt wohl jeder von uns, der es schon mal mit dem Sitzen übertrieben hat.
  • Auch steigen durch übermäßiges Sitzen, Studien zufolge, die Risiken für Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose, Thrombosen und manche Krebsarten.

Es heißt, sogar Teile des Hirns sollen im Sitzen degenerieren.

Buchtitel wie Frank Thömmes „Wer länger sitzt, ist früher tot“ (Riva Verlag) oder „Sitzen ist das neue Rauchen“ von Dr. Kelly Starrett mit Juliet Starrett und Glen Cordoza (Riva Verlag), bringen die Problematik auf den Punkt: Langes Sitzen macht uns krank.

Doch auch hier gilt, wie fast überall: Selbst die späte Einsicht ist besser als keine Einsicht. Wir beraten und behandeln Sie kompetent bei bereits vorhandenen Haltungsschäden sowie Einschränkungen.  Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihren Alltag gesundheitsorientierter gestalten können, sind wir gerne Ihr Ansprechpartner. Seien Sie stark! Widerstehen Sie dem Lockruf Ihres Sofas und entdecken Sie unsere vielfältigen Möglichkeiten aktiver, gesunder Bewegung – allein oder in der Gruppe.

Bleiben Sie besser in Bewegung!
Herzliche Grüße
Ihr Team Elithera

Ihr Ansprechpartner
Elithera Gesundheitszentrum Saar
Kay Schwarz
Berliner Promenade 3
66111 Saarbrücken

Tel: +49 (681) 376667
Fax: +49 (681) 9612713
Kontakt
Der Jungbrunneneffekt: regelmäßige Bewegung senkt Ihr biologisches Alter.

Unser Alterungsprozess hat ein Schräubchen, das sich manipulieren lässt: es heißt Bewegung. MHH-Forscher haben bewiesen: bis zu 15 Jahre können wir uns biologisch verjüngen, wenn wir’s denn konsequent, aktiv angehen. Wir alle wissen um die Zauberkraft gesunder, regelmäßiger Bewegung. Nun gibt es die einen, die dieses Wissen in die Tat umsetzen, solche, die es mal mehr mal weniger ernst nehmen und dann noch diejenigen von uns, die meinen, fortwährend gute Vorsätze vor sich herzuschieben sei ja auch anstrengend. In einer Campus-Studie der Medizinischen Hochschule Hannover haben sich unlängst 67 Mitarbeiter bereit erklärt, täglich eine halbe Stunde, über den Zeitraum eines halben Jahres, zu trainieren – mit erstaunlichen Ergebnissen …

> mehr lesen

8. September: internationaler Tag der Physiotherapie unter dem Motto chronische Schmerzen

„Wäre Bewegung eine Pille, würde sie jeder schlucken!“ Wetten? Es gibt bereits Studien, die sich exakt diesem Thema verschworen haben (u. a. von Ronald Evans / Salk Institute in La Jolla, USA). Couch-Workouts auf Rezept – die Lösung für Faulpelze, chronischen Zeitnot-Simulanten und Abnehm-Muffel. Addio Hüftspeck, Ciao Sixpack aus dem Blister? Na, ganz so einfach werden wir unsere Initiativpflicht zukünftig nicht loswerden. Tatsächlich stehen bei den hehren Zielen der Forscher Menschen, die aufgrund von Schmerzen, Krankheit oder Alter bewegungseingeschränkt sind, im Fokus. Bis es so weit ist, werden wir uns wohl oder übel weiterhin in Eigenverantwortung üben müssen. Wie wichtig ist gesunde Bewegung für Ihr langfristiges, strategisches Schmerzmanagement?

> mehr lesen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Zudem akzeptieren Sie unsere aktuellen Datenschutzbestimmungen.

Bestätigen
NEIN
JA
Achtung!
OK