Atemnot: wenn uns die Luft wegbleibt. Welche Rolle spielt Physiotherapie bei Atemwegserkrankungen?

20.03.2019
Atemnot: wenn uns die Luft wegbleibt. Welche Rolle spielt Physiotherapie bei Atemwegserkrankungen?

Überrascht sein, staunen, sich erschrecken, aus der Puste sein, ein attraktiver Mann vis-à-vis, eine schöne Frau flirtet, … wohl jeder von uns kennt Situationen, in denen uns schon mal die Luft weggeblieben ist. Meist assoziieren wir damit ein intensives Gefühl. Im Sprachgebrauch bleibt uns die Luft vor lauter Lachen weg, sie wird vor Spannung angehalten, betont unsere Entrüstung oder wir saugen die Luft mit weit aufgerissenen Augen als Zeichen unserer Anerkennung ein. Wie auch immer. Eins haben alle diese Situationen gemeinsam. Wir können den Moment des Atemstillstands selbst aufheben. Genauso schnell, wie uns diese emotionalen Aussetzer stocken lassen, verfliegen sie auch wieder – bei gesunden Menschen in der Regel von allein. Was aber, wenn nicht? Wenn unsere Atemwege krank sind? Wenn das Ringen nach Luft lebensbedrohlich wird? Was passiert, wenn sich unsere „Kehle zuschnürt“ und wir ohne Hilfsmittel ersticken würden? …

Atem ist Leben, gesund atmen ist Lebensqualität
Für Menschen mit gesunden Atemwegen ist atmen das normalste von der Welt. Kaum jemand denkt darüber nach. Man tut es einfach – in der Minute, als Erwachsener, übrigens 12 bis 18 Mal, Kinder zwei- bis dreimal so oft*. Wird diese Selbstverständlichkeit zur Qual, ist das ein tiefer Einschnitt in unser Leben. Husten, pfeifen, rasseln, verschleimen, nach Luft schnappen ... all das klingt einfach nur beklemmend. Für Menschen mit erkrankten Atemwegen ist unsere Vorstellung davon Realität. Für sie ist freies, rhythmisches Luftholen ein Geschenk.

Atemwegserkrankungen gibt es viele, angefangen bei grippalen Infekten bis hin zu Tumoren. Sie können temporär/akut, wie z. B. eine Lungenentzündung, oder chronisch (dauerhaft) sein. Ein glasklares Entweder-oder gibt es hierbei nicht. Was akut anfängt, kann chronisch werden, genauso wie ein chronischer Zustand wieder „Akutcharakter“ bekommt, sollte er z. B. durch eine Infektion aufblühen. 

Welche Rolle spielt Physiotherapie bei Atemwegserkrankungen?

Physiotherapeutische Atemtherapie wird unterstützend eingesetzt u. a. bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen **

Obstruktion bedeutet: Verengung (die Atemwege/oder Teilbereiche sind verengt)
Die häufigsten Diagnosen für Atemwegserkrankungen, die uns im Praxisalltag mit der Indikation für Physiotherapie begegnen, sind u. a.:

  • COPD (Abk. für: „chronic obstructive pulmonary disease“, chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
    als Ursache hierfür zeichnet häufig das Rauchen verantwortlich. Das Risiko für eine Erkrankung steigt im Alter an. Mit ca. 200 Millionen Betroffenen zählt COPD zu den häufigsten Erkrankungen weltweit.***
  • Chronische Bronchitis
    die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert eine Bronchitis als chronisch, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Symptome Husten und Auswurf während mindestens drei Monaten pro Jahr durchgehend bestehen.

  • Chronisch asthmatische Erkrankungen
    immer wiederkehrende, anfallsartig auftretende Erkrankungen der Atemwege, die mit Pfeifatmung, Husten, Engegefühl im Brustkorb, Kurzatmigkeit und/oder Luftnot einhergehen können.

Primäres Ziel der Atemphysiotherapie ist es, die Atemmuskulatur zu kräftigen, sowie den Umgang der Patienten mit ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Spezielle Techniken und Übungen sollen den Alltag erleichtern, die Kondition verbessern und im Akutfall helfen konzentriert ein- und auszuatmen, um besser Luft zu bekommen und Verkrampfungen abzubauen. Der bestmögliche Erhalt bzw. die bestmögliche Wiederherstellung uneingeschränkter Atmung steht im Vordergrund, denn … wird die Sauerstoffzufuhr verbessert, steigert das die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Betroffenen.

Fazit: Atemwegserkrankungen, egal wie auch immer geartet, sind ein ernst zu nehmendes Problem. Laut eines Artikels des Deutschen Ärzteblattes (13 Sept. 2017_hil), sind Atemwegserkrankungen für mehr als jeden zehnten Sterbefall verantwortlich!

Wir empfehlen Betroffenen, in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt, bei chronischen Beschwerden auch konservative Maßnahmen in Anspruch zu nehmen, die eine Verbesserung ihrer Symptome unterstützen können.

Bei Elithera legen wir Ihre Therapieziele, je nach Art Ihrer Atemfunktionsstörung, individuell fest. Bitte sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

Bleiben Sie besser in Bewegung!
Ihr Team Elithera

 

*Quelle: www.gesundheit.de/krankheiten/lunge/funktion-der-lunge/lebenselixier-luft_Stand 03_2019

**Quelle: https://www.cegla.de/downloads/20%20info_physiotherapie.pdf Deutsche Atemwegsliga e. V. Stand 03_2019

***Quelle: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/copd/index.html Stand 03_2019

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Wie wichtig ist Physiotherapie bei Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Laut des Bundesministeriums für Bildung und Forschung leben in Deutschland 200.000 bis 300.000 Menschen mit der unheilbaren „Schüttelkrankheit“ – Tendenz steigend.

Den Welt-Parkinson-Tag gibt es bereits seit 20 Jahren. Jedes Jahr am 11. April, dem Geburtstag seines Namensgebers, dem britischen Arzt James Parkinson*, soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedürfnisse der Betroffenen geschärft werden.

Morbus Parkinson ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.

  • Physiotherapie (insbesondere Krankengymnastik auf neurologischer Basis),
  • Bewegungstherapie,
  • Ergotherapie,
  • Logopädie,
  • Psychotherapie,

unterstützen die medikamentöse Behandlung in allen Stadien der Krankheit.

Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten an, die Ihnen helfen können, mit sich anbahnenden oder bereits bestehenden motorischen Einschränkungen besser zurechtzukommen.

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Unser Tipp für maximalen Suchspaß!

Ostersonntag ist es wieder so weit. Es geht rund. Osternestsuche für Groß und Klein. Und natürlich werden dabei altbekannte im-Haus-Verstecke wie Backofen, Geschirrspülmaschine, Wäschekorb und Gummistiefel als erstes inspiziert. Auch draußen steuern die Suchenden die erfolgversprechendsten Plätze der vergangenen Jahre zielsicher an: Baumlöcher, Blumentöpfe und die Dachrinne vom Geräteschuppen ... da tun sich nun mal nicht jedes Jahr neue Möglichkeiten auf. Man könnte die Nester vergraben – ohne Markierung, aber wer will schon sein Rosenbeet von Suchwütigen mit Schaufeln umgeackert sehen? 

Wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat all die Kleinigkeiten zu besorgen, sie liebevoll zu verpacken und dann zu verstecken, ist es einfach nicht fair, wenn der Suchspaß so ratzfatz vorbei ist.  

Unser Tipp ... 

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