Sektorale(r) Heilpraktiker(in) für Physiotherapie, was bedeutet das eigentlich?

15.02.2019
Sektorale(r) Heilpraktiker(in) für Physiotherapie, was bedeutet das eigentlich?

Vielleicht haben Sie es schon mal auf einer Visitenkarte oder einem Schild gelesen: Sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie, Physiotherapieheilpraktiker oder sektoraler HP Physiotherapie. Klingt erst mal wie eine All-in-One Lösung: „Mein Physiotherapeut ist jetzt auch Heilpraktiker, toll! Muss ich jetzt überhaupt noch zum Arzt?“ Gute Frage, die sich allerdings so einfach weder generell mit „ja“ noch mit „nein“ beantworten lässt. Dazu bedarf es einer klaren Definition. Was steckt hinter dieser Berufsbezeichnung, die uns seit 2009* immer mal wieder unter die Augen kommt? Wozu berechtigt sie ihre Inhaber? Welche Vorteile haben Sie als Patient(in)?

Physiotherapie? Geht auch ohne ärztliches Rezept!
Jeder zugelassene Physiotherapeut (nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 des MPhG) kann im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme den Titel des sektoralen Heilpraktikers erwerben. Diese Möglichkeit der „Heilerlaubnis“ steht übrigens auch anderen medizinischen Teilbereichen, wie Psychologie oder Podologie (therapeutische Vor- oder Nachsorgebehandlung am Fuß), offen. Hat Ihr Physiotherapeut diese Weiterbildung (mit amtsärztlicher Prüfung) erfolgreich abgeschlossen, darf er jetzt, im Rahmen seiner Kompetenzen, befunden, Diagnosen stellen und behandeln. Ohne ärztliches Rezept! Er kann also Nägel mit Köpfen machen, wenn eindeutig feststeht, dass Ihre Beschwerden physiotherapeutisch zu behandeln sind. Das Wort „sektoral“ beschränkt ihn dabei auf Therapieformen, die Physiotherapeuten gesetzlich erlaubt sind, plus erworbenen, anerkannten Zusatzqualifikationen (ausgenommen u. a. Osteopathie, Kinesiologie, Akupunktur, Infiltration). Sollte sich während der Befundung der Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung (Frakturen, Rupturen, Tumore, etc.) ergeben, ist Ihr Behandler verpflichtet, Ihnen eine ärztliche Untersuchung anzuraten.  

Neben der Therapieauswahl ist der sektorale Heilpraktiker für Physiotherapie ferner autorisiert selbstständig zu entscheiden, wie oft und über welchen Zeitraum die Behandlung durchzuführen ist. Ferner darf er Privatrezepte für eigens ausgeführte Behandlungen ausstellen, sowie die Behandlung an einen qualifizierten Physiotherapeuten delegieren. Dazu gehören zum Beispiel: Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Massage …

Alles aus einer Hand – Ihre Vorteile

  • Sie sparen sich die Wartezeit auf einen Arzttermin
  • Ihr sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie befundet Sie ausführlich im Rahmen seiner Kompetenzen und stellt eine Diagnose
  • Gesundheitsproblematiken, die physiotherapeutisch zu behandeln sind, können direkt angegangen werden – ohne Umwege, ohne ärztliches Rezept

Ihre Rechnung können Sie als Privatpatient bei privaten Krankenkassen oder Zusatzversicherungen einreichen. Gesetzlich pflichtversicherte Kassenpatienten können bei Ihrer Krankenkasse erfragen, ob eine Kostenerstattung erfolgt.

Bei Elithera fördern wir die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter (u. a. auch für den sektoralen Heilpraktiker für Physiotherapie), damit wir Sie bei Ihren Gesundheitszielen optimal unterstützen können. Wir sind und bleiben für Sie und Ihre Gesundheit immer am Ball. Verlassen Sie sich jetzt und zukünftig bei uns auf professionelle Therapie und Training auf höchstem Niveau.

Bleiben Sie besser in Bewegung
Ihr Team Elithera

Im Dezember: Der Elithera Adventskalender – exklusive Angebote für Ihre Gesundheit

Unser Adventskalender ist eine Elithera Tradition. Auch dieses Jahr dürfen Sie sich auf exklusive Angebote für Ihre Gesundheit freuen. Aufgrund der Corona-Auflagen können Sie nicht jedes Angebot sofort wahrnehmen, dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Wir garantieren Ihnen, dass Sie Ihre erworbenen Aktionsangebote aus dem Adventskalender einlösen können, sobald die bestehenden Corona-Maßnahmen es wieder zulassen.

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Erfahrungsbericht: Umstellungsosteotomie bei O-Bein-Stellung

Gerade Beine sind ein Schönheitsideal. Ein geschmeidiger, aufrechter, sicherer Gang spiegelt eine selbstbewusste Persönlichkeit wider und wirkt attraktiv. O- oder X-Beine sind erst einmal vor allem ein optisches Problem für die Betroffenen. Die Fehlstellung an sich verursacht keine Beschwerden. Über die Jahre kann sie allerdings gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Strukturelle Schäden an Menisken und Knorpel sind mögliche Konsequenzen. Ein O- oder X-Bein begünstigt Arthrose in den Knien. Durch die einseitige Belastung außen oder innen nutzt sich der Knorpel im Gelenk ungleichmäßig ab – bis im Extremfall Knochen auf Knochen reibt. Bei einseitig ausgeprägter Fehlstellung des Knies nach innen oder außen kann sogar die gesamte Statik in Mitleidenschaft gezogen werden.

Für wen kommt eine Umstellungsosteotomie infrage? Womit sollte man nach einer operativen Achsenkorrektur des Kniegelenks rechnen? Und welche Rolle spielt Physiotherapie nach einer Umstellungsosteotomie?

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