Tumor besiegt und jetzt? Nach dem Krebs zurück ins Leben …

04.02.2019
Tumor besiegt und jetzt? Nach dem Krebs zurück ins Leben …

Diagnose: Krebs. Ein Schock, den man erst mal verdauen muss. Obwohl sich Therapien und Überlebenschancen stetig verbessern, klingt das böse „K-Wort“ erst mal wie ein Todesurteil. Man hat viel gehört und vor allem gesehen, was diese Krankheit bei Menschen anrichten kann. Doch es ist nicht nur der Krebs, der verheerend in den Betroffenen wütet, sondern auch die Therapie, die ihn bekämpfen soll. Da wird der Freud zum Feind, denn Chemo, Bestrahlung & Co. erkennen den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht. Sie machen alles „platt“ und genauso fühlen sich viele Patienten, nachdem die Siegeseuphorie über den verhassten Gegner verflogen ist: geheilt aber weit ab von gesund. Der Krebs ist weg und jetzt?

Nach dem Feiern – Katerstimmung
Krebs ist eine Krankheit mit Star Appeal. Warum? Wer diese Diagnose bekommt, steht plötzlich im Rampenlicht. Die Beachtungskurve schießt ungebremst nach oben. Familie, Freunde, sogar Menschen, von denen wir es nicht erwartet hätten, zeigen sich handzahm und geschmeidig. Das Wort Krebs löst in jedem von uns die Urangst vorm Sterben aus und die macht ausgesprochen mitfühlend. Dieses vermeintlich schlimme Schicksal wünscht man keinem. Die „Pest an den Hals“ ist okay aber Krebs, … nein, … so wütend kann man gar nicht sein.

Ärzte und Chirurgen gehören ebenfalls zur neu gewonnenen Fangemeinde. Je verzwackter und komplizierter (aber nicht hoffnungslos), der Befund, desto dringender ist das Interesse. Jeder Patient ist ein Unikat, etwas noch nie da gewesenes, eine Herausforderung, die auch den Behandelnden alles abverlangt, damit am Ende das Leben triumphiert. Ist die Operation geglückt und die lebensversichernden Maßnahmen abgeschlossen, wird gefeiert – zu Recht. Doch irgendwann verfliegt auch das schönste Glücksgefühl und was bleibt, sind Aufräumarbeiten und Katerstimmung.

Von Rückbleibseln und Nachwehen
Vielleicht fühlt es sich ein bisschen an wie im Dunkeln herumzutappen, die Hilflosigkeit gepaart mit der Angst, dass irgendetwas nicht stimmt. Ist wirklich alles in Ordnung? Ist wirklich alles weg? Oft folgt ein innerer Vergleich mit der Person, die man vor der Krebsdiagnose war. Genauso oft stellen die Vergleichenden vermutlich fest, dass sich das körperliche, sowie das seelische Befinden grundlegend geändert haben. Eine Veränderung auf allen Ebenen. Man ist nicht mehr der- oder dieselbe. Dass das so sein kann, wird allerdings selten erwähnt. Alle sind zwar immer noch nett und aufmerksam aber der Hype, das brennende Interesse ist verflogen. Wer geheilt attestiert bekommt, sollte sich auch gesund fühlen. Ach ja? „Soll“ und „Ist“ stehen aus gutem Grund auf zwei unterschiedlichen Seiten – sie haben mitunter nur wenig bis gar keine Gemeinsamkeiten.

Raus aus der Akutphase, durch die Reha, wieder rein ins Leben – denn das geht schließlich weiter und das ist auch gut so, aber …! Wer kümmert sich jetzt um die „Rückbleibsel“, die Nachwehen, die vielen Patienten nach ihrer abgeschlossenen Krebstherapie anhaften? Studien zur Folge berichten 53 % der Langzeitüberlebenden über Gesundheitsprobleme, 49 % über nicht-medizinische Probleme*.

  • Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ängste, Sorgen
  • Bewegungs- und Funktionseinschränkungen
  • Polyneuropathien
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Hauttumore
  • Migräne, Krämpfe
  • kognitive Einschränkungen ...

… sind nur einige der möglichen Langzeitfolgen nach der Krebstherapie.

Was tun? Wer ist zuständig?
Die Frage nach der Zuständigkeit ist einfach zu beantworten: Sie! Es ist Ihr Leben und Ihre Entscheidung, ob Sie eine eventuell verminderte Lebensqualität akzeptieren oder verbessern möchten. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich lieber ruhig verhalten, sich schonen und damit Bewegungseinschränkungen bestätigen oder ggf. sogar verschlimmern. Sie haben die Wahl zwischen Schulmedizin oder alternativen Behandlungsmethoden (z. B. Heilpraktik) oder einer Kombination aus beidem – was auch immer Ihnen gut tut – was auch immer sich richtig für Sie anfühlt.

Was tun? Sprechen Sie Ihre Probleme an, gehen Sie Ihre Probleme an – egal ob psychisch oder physisch bedingt. Niemand wird auf Sie zukommen aber Sie bekommen Hilfe, wenn Sie Hilfe einholen.

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihre Bewegungs- und Sporttauglichkeit ärztlich feststellen und werden Sie aktiv. Gezielte, adäquat dosierte Bewegung in der Langzeit-Krebs-Nachsorge steigert das Wohlbefinden, baut Stress ab und verbessert Ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

Bei Elithera bieten wir Ihnen spezielle onkologische Nachsorgeprogramme in Therapie und Training für Ihre aktive und passive Rehabilitation an. Wir schauen gemeinsam, wie wir Ihr körperliches, seelisches und soziales Befinden verbessern können, und begleiten Sie zielstrebig als Gesundheitspartner auf Ihrem Weg zu einem selbstbewussten und selbstbestimmten neuen Leben.

Wir beraten Sie gern.

Bleiben Sie besser in Bewegung
Ihr Team Elithera

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Wie wichtig ist Physiotherapie bei Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Laut des Bundesministeriums für Bildung und Forschung leben in Deutschland 200.000 bis 300.000 Menschen mit der unheilbaren „Schüttelkrankheit“ – Tendenz steigend.

Den Welt-Parkinson-Tag gibt es bereits seit 20 Jahren. Jedes Jahr am 11. April, dem Geburtstag seines Namensgebers, dem britischen Arzt James Parkinson*, soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedürfnisse der Betroffenen geschärft werden.

Morbus Parkinson ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.

  • Physiotherapie (insbesondere Krankengymnastik auf neurologischer Basis),
  • Bewegungstherapie,
  • Ergotherapie,
  • Logopädie,
  • Psychotherapie,

unterstützen die medikamentöse Behandlung in allen Stadien der Krankheit.

Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten an, die Ihnen helfen können, mit sich anbahnenden oder bereits bestehenden motorischen Einschränkungen besser zurechtzukommen.

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Unser Tipp für maximalen Suchspaß!

Ostersonntag ist es wieder so weit. Es geht rund. Osternestsuche für Groß und Klein. Und natürlich werden dabei altbekannte im-Haus-Verstecke wie Backofen, Geschirrspülmaschine, Wäschekorb und Gummistiefel als erstes inspiziert. Auch draußen steuern die Suchenden die erfolgversprechendsten Plätze der vergangenen Jahre zielsicher an: Baumlöcher, Blumentöpfe und die Dachrinne vom Geräteschuppen ... da tun sich nun mal nicht jedes Jahr neue Möglichkeiten auf. Man könnte die Nester vergraben – ohne Markierung, aber wer will schon sein Rosenbeet von Suchwütigen mit Schaufeln umgeackert sehen? 

Wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat all die Kleinigkeiten zu besorgen, sie liebevoll zu verpacken und dann zu verstecken, ist es einfach nicht fair, wenn der Suchspaß so ratzfatz vorbei ist.  

Unser Tipp ... 

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