Skoliose: Wenn das Rückgrat zu Seite abknickt. Wann ist welche Therapie sinnvoll?

20.04.2020
Skoliose: Wenn das Rückgrat zu Seite abknickt. Wann ist welche Therapie sinnvoll?

Warum ist die Wirbelsäule krumm? Immer wenn wir uns einen gesunden, schönen, starken Rücken vorstellen, ist der doch gerade! Tatsächlich ist das normalerweise auch bei Babys der Fall. Für die S-förmige Krümmung sind wir selbst verantwortlich – besser gesagt unser Körpergewicht und die Belastung, der wir uns aussetzen.

Wir unterteilen die Wirbelsäule in vier Krümmungs-Abschnitte: Hals-, Brust-, Lende- und Sakralbereich, die sich abwechselnd entweder nach vorne (Lordose/Hals- und Lendenwirbel) oder nach hinten (Kyphose/Brust- und Sakralwirbel) wölben. Anatomisch ist das pfiffig, denn würde unser Rückgrat schnurgerade bleiben, würde jeder Stoß, jeder Schritt oder Sprung mit voller Wucht unseren Kopf bzw. unser Gehirn erschüttern. Die Wirbelsäule, anatomisch korrekt geschwungen, fungiert als Feder, die Bandscheiben als zusätzliche Stoßdämpfer. Die Flexibilität bei der Übertragung von Belastung können Sie sich bestimmt bildlich im Vergleich zu einem starren Stock gut vorstellen.

Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule zusätzlich seitlich verkrümmt, oft mit verdrehten Wirbelkörpern einhergehend. Doppelt krumm bedeutet allerdings nicht doppelter Vorteil. Es gibt gute und es gibt schlechte Krümmungen. Die Skoliose ist eindeutig letzteres. Lesen Sie jetzt, wie Sie die Anzeichen einer Skoliose erkennen und wann, welche Therapie sinnvoll ist.

„Du bist ja ganz schief!“ Skoliose Anzeichen erkennen.

Betrachtet man einen Skoliose-Patienten von vorne oder von hinten, sieht es aus, als hätte er zu lange, eine zu schwere Tasche einseitig geschleppt. Die optischen Symptome des „Seitenknicks“ kann auch ein Nicht-Mediziner-Auge erkennen.

Oftmals sieht man bei Betroffenen:

  • unterschiedlich hochstehende Schultern
  • ein schiefes oder an einer Seite hervorstehendes Becken
  • dass sie den Kopf schief halten
  • einen seitlichen „Rippenbuckel“
  • Muskelwulste im Lenden- und/oder Halsbereich
  • einen „Watschelgang“

Gefühlt macht sich eine Skoliose mitunter bemerkbar durch:

 

  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Muskelverspannungen
  • Sehnenreizungen

Bei ausgeprägten Skoliosen werden durch die krankhaften Verformungen der Wirbelsäule Brust- und Bauchhöhle in Mitleidenschaft gezogen, was die Funktionen von Herz, Lunge und Verdauungsorganen beeinträchtigen kann. Ferner sind als Folgen u. a. Bandscheibenvorfälle und Versteifungen oder Verknöcherungen der Wirbelgelenke möglich.

Skoliose: Ursachen

Bei ca. 90 % aller Skoliosen ist die Ursache idiopathisch (unabhängig von anderen Erkrankungen). Es ist nicht eindeutig nachvollziehbar, warum sie entstanden sind. Bei den restlichen 10 % handelt es sich um sekundäre Skoliosen. Das bedeutet, sie basieren auf einer Vorerkrankung, z. B. auf:

  • angeborenen Fehlstellungen
  • Traumata (Gewebeschädigung durch Gewalteinwirkung)
  • Tumoren
  • Entzündungen
  • Störungen des Knochenwachstums
  • Osteoporose
  • Muskelerkrankungen
  • Spastiken
  • Poliomyelitis

Wann ist welche Therapie bei Skoliose sinnvoll?

Durch frühzeitige Diagnose und eine konsequente Therapie lässt sich eine Skoliose bis zu einem gewissen Grad zurückbilden oder aufhalten. Physiotherapie und gezieltes Bewegungstraining spielen bei der Behandlung – in jedem Stadium – eine begünstigende Rolle. Wie oft und wie lange Sie Physiotherapie benötigen, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Bei Verkrümmungen der Wirbelsäule über 20 Grad können Orthesen (spezielle Korsetts) zusätzlich unterstützen.

Bei schweren Fällen kann eine Operation nötig sein, um die Wirbelsäule zu begradigen. Ein solcher Eingriff ist schwerwiegend. Besonders wenn Sie schon älter sind, sollten Sie Nutzen und Risiken einer Skoliose-Operation sorgfältig mit Ihrem Arzt abwägen.

Bei Elithera richten wir unsere physiotherapeutische Behandlung nach dem Zeitpunkt des Auftretens, dem Stadium der Erkrankung und Ihrem persönlichen Befinden aus.

 

Ziel ist es, Ihre Schmerzen zu lindern, Ihre Beweglichkeit zu steigern/wiederherzustellen und der Verkrümmung mit aktiven und passiven Maßnahmen entgegenzuwirken.

 

Das erwartet Sie bei uns:

 

  • spezielle Krankengymnastik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • aktive Übungsanleitungen (auch für Zuhause)
  • Beweglichkeitstraining für Ihre Wirbelsäule
  • Kräftigungsübungen für geschwächte beziehungsweise überdehnte Muskeln, um der Verkrümmung „Zug“ entgegenzusetzen
  • Atemgymnastik
  • Haltungsschulung
  • Rückenschule
  • Behandlung nach Operation

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bieten wir gegebenenfalls Therapiemaßnahmen auch als Videobehandlung an. Wenn das für Sie infrage kommt, informieren und beraten wir Sie gerne.

Bleiben Sie besser in Bewegung

Ihr Team Elithera

 

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

Ihr Ansprechpartner
Physiotherapie Jürgensby

Corinna Eichholz, Karsten Kohlmeier
Bismarckstr. 100
24943 Flensburg

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Fax: 0461 18299472
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Kreuzbandriss am Knie: Symptome und Behandlung

Drei typische Bewegungsmuster, die zu Kreuzbandverletzungen führen können: Die Landung nach Sprüngen mit gestreckten Knien in Valgusposition (X-Bein Stellung und leichte Innenrotation) z. B. beim Skifahren/Skispringen. Schnelle Stoppbewegungen, die ein nach vorne Stoßen des Unterschenkelknochens provozieren. Ruckartige Bewegungen mit stark gebeugten, meist zusätzlich nach innen gedrehten Knien.

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Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Wie wichtig ist Physiotherapie bei Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Laut des Bundesministeriums für Bildung und Forschung leben in Deutschland 200.000 bis 300.000 Menschen mit der unheilbaren „Schüttelkrankheit“ – Tendenz steigend.

Den Welt-Parkinson-Tag gibt es bereits seit 20 Jahren. Jedes Jahr am 11. April, dem Geburtstag seines Namensgebers, dem britischen Arzt James Parkinson*, soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedürfnisse der Betroffenen geschärft werden.

Morbus Parkinson ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.

  • Physiotherapie (insbesondere Krankengymnastik auf neurologischer Basis),
  • Bewegungstherapie,
  • Ergotherapie,
  • Logopädie,
  • Psychotherapie,

unterstützen die medikamentöse Behandlung in allen Stadien der Krankheit.

Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten an, die Ihnen helfen können, mit sich anbahnenden oder bereits bestehenden motorischen Einschränkungen besser zurechtzukommen.

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