Physiotherapie bei Beinlängendifferenz und Beckenschiefstand

01.04.2020
Physiotherapie bei Beinlängendifferenz und Beckenschiefstand

Symmetrie schafft Sympathie und ist ein Grundprinzip der Natur. Eine hohe Körpersymmetrie verbinden wir mit Attraktivität und Gesundheit, frei nach dem Motto: „Da stimmt aber auch alles!“ Was passiert, wenn unsere somatische Symmetrie in Schieflage gerät, z. B. durch eine Beinlängendifferenz und einen dadurch bedingten Beckenschiefstand? Das optische Ungleichgewicht zieht mitunter Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliose) sowie Beschwerden in Hüften und Knien nach sich. Wann ist Physiotherapie sinnvoll? Wie kann Physiotherapie helfen?

Wenn Ihr Becken aus dem Lot gerät
Sind die Beine unterschiedlich lang, kippt das Becken aus seiner waagerechten Position zur „verkürzten“ Seite ab. In diesem Fall spricht man von einem Beckenschiefstand. Beträgt der Unterschied nur wenige Millimeter, werden Sie vermutlich gar nichts davon merken, das kann Ihr Körper gut kompensieren. Auch in der Wachstumsphase wachsen wir in der Regel nicht gleichmäßig, was sich aber meistens nach Ende der Wachstumsphase von selbst reguliert. Ab etwa sechs Millimetern dauerhafter Beinlängendifferenz sollten Sie handeln, um mögliche Folgeerkrankungen abzuwenden bzw. in Grenzen zu halten.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Arten von Beckenschiefstand:

  • funktionll
    die funktionelle „Kippung“ hat keine anatomische Ursache, sondern ist eine Folgeerscheinung bestimmter eingeschränkter Funktionen. Z. B. durch eine ISG-Blockade (Blockierung des Iliosakralgelenks, am Ende der Lendenwirbelsäule) oder durch Verkürzungen oder Verspannungen von Muskeln, Sehnen, Faszien und Bändern. Daraus ergibt sich eine "funktionelle Beinlängendifferenz". Werden die Dysbalancen in den Weichteilen behoben, justiert unser Körper den Schiefstand im Optimalfall wieder in die Waagerechte.
  • strukturell
    ein struktureller Beckenschiefstand ist anatomisch bedingt. D. h. es sind Schäden an unserer Körperstruktur (u. a. Knochengerüst) vorhanden, die es unserem Körper unmöglich machen, diesen Zustand selbstständig zu korrigieren. Möglicherweise sind Unfälle, Operationen, Tumore, Wachstumsstörungen, Amputationen oder Veranlagung für eine „reelle Beinlängendifferenz“ verantwortlich.

Wann ist Physiotherapie sinnvoll?

Wir empfehlen Ihnen Physiotherapie bei einem funktionellen Beckenschiefstand. Bei einer strukturellen Ursache ist die Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln, wie Einlagen etc., vorrangig.

Wie kann Physiotherapie helfen?

Das Becken verbindet die Beine mit dem Oberkörper und spielt vor allem für die Gesundheit Ihrer Wirbelsäule eine entscheidende Rolle. Eine flexible Wirbelsäule wird versuchen, Beinlängendifferenzen auszugleichen und kann bei andauernder Seitneigung eine Skoliose (seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule) ausbilden.

Bei Elithera berücksichtigen wir daher für die Wahl der physiotherapeutischen Maßnahmen Ihre gesamte Statik – von Kopf bis Fuß. Bei Ihrem ersten Einzel-Termin macht sich Ihr Physiotherapeut ein genaues Bild Ihrer Gesundheitssituation. Welche Verkürzungen/Verspannungen/Blockaden sind überhaupt für Ihre funktionelle Beinlängenverkürzung verantwortlich? Wie hoch ist der Schweregrad? Auch wenn bereits eine ärztliche Diagnose gestellt wurde, ist es wichtig, Ihre genauen Beschwerden und Einschränkungen festzustellen, um Sie optimal zu therapieren.

Angewendet werden bei Verordnung von Krankengymnastik, manueller Therapie oder KGG (Krankengymnastik am Gerät) u. a.:

  • passive, mobilisierende Techniken, die durch Ihren Therapeuten ausgeführt werden
  • manuelle Extensions-Behandlung (Streckung/Längszug eines Gelenkes)
  • aktive Übungen zur Kräftigung, Stabilisierung und Mobilisierung (mit und ohne Geräte), die Sie nach Anleitung eigeninitiativ ausführen
  • Faszien-Rollmassagen

Ziel der Behandlung ist es, Ihre funktionellen Störungen zu beheben, damit sich Ihr Körper wieder ins Lot bringen kann.

Wenn Sie einem funktionellen Beckenschiefstand vorbeugen möchten, empfehlen wir Ihnen, Ihre Rumpfmuskulatur zu kräftigen und auf eine gute, gesunde Körperhaltung zu achten.

Tipp: Dehnen. Halten Sie die Muskeln, die in der Lage wären Ihre Gelenke zu verkürzen geschmeidig. Ausgleich schaffen: Wenn Sie Ihren Körper über längere Zeit sehr einseitig belasten, trainieren Sie auch nur einseitig Ihre Muskulatur. Bei Elithera bieten wir Ihnen eine vielfältige Auswahl an gesunden Bewegungsprogrammen an, durch die Sie einseitige Belastung adäquat ausgleichen können. Gerne beraten wir Sie persönlich.

Bleiben Sie besser in Bewegung
Ihr Team Elithera

 

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

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Physiotherapie Jürgensby

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